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Energienetze

Italien verstärkt Überwachung von Trans Austria Gasleitung

Nach den Lecks in den Nord Stream-Pipelines verschärft Rom die Überwachung seiner Gasinfrastruktur.

Die italienische Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Mario Draghi hat die Überwachung und Kontrolle der Pipelines, die Gas aus dem Süden und Osten nach Italien bringen, verstärkt. Rom hat auch die Alarmbereitschaft für die Trans Austria Gasleitung (TAG) erhöht, die russisches Erdgas von Baumgarten bis nach Norditalien bringt.

"Wir haben die sofortige Verstärkung der Maßnahmen zum Schutz der Energienetze beschlossen, die für das nationale Interesse von strategischer Bedeutung sind", erklärte der Admiral der italienischen Marine, Giuseppe Cavo Dragone, laut Medienangaben.

Sorge über Sicherheit europäischer Infrastruktur

Der Schritt erfolgte nach der Entdeckung von Lecks an den Nord Stream-Pipelines in dieser Woche. Die EU-Staaten gehen davon aus, dass der Schaden durch Sabotage verursacht wurde. Auch Moskau schließt Sabotage als Ursache nicht aus, verdächtigt aber die USA. Die Lecks in der Nord Stream-Leitung haben Sorge über mögliche Sabotageakte an anderen europäischen Energieinfrastrukturen ausgelöst.

Italien hat die TransMed-Pipeline, die Algerien mit Sizilien verbindet, die Trans Adriatic Pipeline (TAP), die von Aserbaidschan nach Apulien führt, und die GreenStream-Verbindung zwischen Libyen und Sizilien unter verschärfte Überwachung gestellt, so die Beamten. Um den Rückgang der russischen Gaslieferungen, die normalerweise 40 Prozent der gesamten Gaseinfuhren des Landes ausmachen, auszugleichen, hat Italien in den letzten Monaten verstärkt Gas aus Algerien und den nordischen Ländern importiert.

(APA)