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Studie

US-Firmen melden Datenlecks eher an nachrichtenstarken Tagen

Die Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen die Bekanntgabe ihrer Datenlecks strategisch planen und gezielt auf eine geringere Aufmerksamkeit setzen, sagte Studienautor Jens Förderer. In den USA hätten Unternehmen bis zu 90 Tage Zeit, ehe sie sich zu einem Datenleck äußern müssen.

Unternehmen in den USA achten einer Studie zufolge bei der Bekanntgabe von Hackerangriffen auf die allgemeine Nachrichtenlage. Sie meldeten Datenlecks bevorzugt an den Tagen, an denen andere Meldungen die Schlagzeilen dominierten, hieß es in einer Studie der Technischen Universität München, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Damit vermieden sie stärkere Kursverluste am Aktienmarkt, riskierten aber größere Schäden durch Datenmissbrauch.

An hektischen Tagen müssten sowohl Redaktionen als auch Analysten Prioritäten setzen, welche Informationen sie aufgriffen, sagte Studienautor Jens Förderer. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen die Bekanntgabe ihrer Datenlecks strategisch planen und gezielt auf eine geringere Aufmerksamkeit setzen."

In den USA hätten Unternehmen je nach Bundesstaat zwischen 30 und 90 Tage Zeit, bis sie sich zu einem Datenleck äußern müssen - in der Europäischen Union müsse dagegen ein Hackerangriff, der ein Risiko für betroffene Personen darstelle, binnen 72 Stunden gemeldet werden, hieß es in der Studie. Die Experten untersuchten die Veröffentlichung von mehr als 8000 Datenlecks börsennotierter US-Unternehmen zwischen 2008 und 2018.

(APA)