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Konflikt

Hisbollah blendet Israelis in Grenzort mit Laserpointern

Leistungsstarke Laserpointer können die Netzhaut schädigen oder im schlimmsten Fall zur Erblindung führen.

Mitglieder der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah greifen Einwohner des Nachbarlands Israel Medienberichten zufolge mit starken Laserpointern an. Die Angreifer nutzen dafür einen Hügel, von dem aus sie den Grenzort Metulla im Norden Israels nach Einbruch der Dunkelheit attackieren können, wie das israelische Fernsehen am Montagabend berichtete. Opfer der Blendversuche seien Zivilisten, die in Autos unterwegs seien sowie Menschen auf der Straße und in ihren Häusern.

Leistungsstarke Laserpointer können die Netzhaut schädigen oder im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Die israelische Armee habe bisher keine Lösung für das Problem gefunden, berichtete der Rundfunk. Israel habe sich in der Frage an die UNO-Friedensmission Unifil gewandt.

Die Blauhelme der Unifil überwachen seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Die beiden Länder befinden sich offiziell im Kriegszustand. Zuletzt war es 2006 zu einem Krieg zwischen beiden Seiten gekommen. An der Grenze kam es auch danach immer wieder zu Spannungen. Vor allem die eng mit dem Iran verbündete Hisbollah, die große Teile des Südlibanons kontrolliert, sieht in Israel einen Erzfeind.

Weder Unifil noch Hisbollah äußerten sich am Dienstag zu den Berichten. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es jedoch, die Lage an der Grenze sei angespannt. Sie bestätigten die Laserangriffe auf den israelischen Grenzort.

(APA/dpa)