Wald im Klimastress

Wald: „Bollwerke der Artenvielfalt“

Michaela Begsteiger
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Während der World Wide Fund for Nature Änderungen des österreichischen Forstgesetzes fordert, werden in Deutschland Vorzeige-Flächen eingerichtet, um Biodiversität zu begünstigen und Klimaschutz zu stärken.

Wälder gelten für viele als eherner Kohlenstoffspeicher und „Jolly Joker“ in der Klimapolitik. Diese Annahme teilt Karin Enzenhofer nicht. Sie ist Waldexpertin des World Wide Fund for Nature (WWF) in Österreich und zeigt auf, dass der Wald verwundbarer ist als allgemein vermutet. „Neuste Berechnungen zeigen, dass in zwei Jahren, 2018 und 2019, der Wald eine Kohlenstoffquelle war.“ Es ist also mehr Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangt als aufgenommen worden ist.

Vor diesem Hintergrund fordert Enzenhofer: „Die Politik muss unbedingt die letzten verbliebenen Naturwälder unter Schutz stellen.“ Dies sei nicht nur notwendig, weil der Wald eine sehr wichtige Rolle im Klimageschehen innehabe, sondern auch, weil Wälder „große Bollwerke der Artenvielfalt“ darstellten. Deshalb müsse die Klimaschutzfunktion gesetzlich verankert werden.


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