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Lüttich: Schweigemarsch für Amoklauf-Opfer

Fuenf Tote und mehr als 120 Verletzte bei Anschlag in Luettich
dapd (Timur Emek)
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Das jüngste Opfer der Schießerei, ein 17 Monate alter Bub, wurde beigesetzt. Zu dem Schweigemarsch wurde über das Internet aufgerufen. Der Amoklauf kostete vier Menschen und den Täter das Leben.

Mit einem Schweigemarsch durch Lüttich haben am Samstag hunderte Menschen der Opfer des blutigen Amoklaufs gedacht. Auf dem Saint-Lambert-Platz im Zentrum der ostbelgischen Stadt, wo der 33-jährige Nordine Amrani am Dienstag ums sich geschossen und Granaten gezündet hatte, fanden sich die Menschen am frühen Nachmittag zusammen und liefen still zur Zitadelle. Zu dem Schweigemarsch war in sozialen Netzwerken im Internet aufgerufen worden.

Für kommenden Dienstag, genau eine Woche nach der Bluttat, ist eine offizielle Gedenkfeier geplant. Dazu wird auch Belgiens Regierungschef Elio Di Rupio erwartet.

Fünf Tote und 120 Verletzte

Amrani hatte am Dienstag in Lüttich drei Granaten gezündet und um sich geschossen. Dabei tötete er vier Menschen und anschließend sich selbst, mehr als 120 Menschen wurden verletzt. In einem Schuppen fand die Polizei zudem ein mutmaßliches weiteres Todesopfer Amranis. Der 33-Jährige war wegen Waffen- und Drogenbesitzes, Hehlerei und Vergewaltigung vorbestraft.

Am Samstagmittag wurde das jüngste Todesopfer der Bluttat, der 17 Monate alte Gabriel, im engen Familienkreis nahe Lüttich beigesetzt. Am Freitag war bereits der 15-jährige Mehdi bestattet worden.

(Ag.)