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Salzburger Festspiele: Eschenbach ersetzt Welser-Möst

Salzburger Festspiele Eschenbach ersetzt
Christoph Eschenbach(c) EPA (Henning Bagger)
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Nach der Absage von Franz Welser-Möst übernimmt Christoph Eschenbach das Dirigat für die 2013, 2014 und 2015 geplanten Mozart-Opern.

Christoph Eschenbach wird den geplanten Mozart-Da-Ponte-Zyklus bei den Salzburger Festspielen dirigieren. Das gab Festspiel-Intendant Alexander Pereira am Dienstagvormittag bekannt. Der 72-jährige Eschenbach ersetzt Franz Welser-Möst, der das Dirigat vor wenigen Tagen zurückgelegt hatte.

"Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das ursprüngliche Konzept, mit einem Dirigenten, einem Regisseur und ein sich weitgehend durch die drei Opern durchziehendes Ensemble beibehalten werden kann", so die Festspiele. Der deutsche Pianist und Dirigent wird "Cosi fan tutte", "Figaros Hochzeit" und "Don Giovanni" wie geplant zusammen mit Sven Eric Bechtolf erarbeiten.

Termine oder "auseinandergelebt"?

Welser-Möst und Pereira hatten über Termine der Opern gestritten. Konkret stieß sich der Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper am engen, auch für die Sänger nicht zumutbaren Terminkorsett, sowie an einer im Programmheft ursprünglich für 11 Uhr Vormittags angesetzten Vorstellung.

"Wissend, wie heikel solche Terminfragen für Franz Welser-Möst sind, war uns klar, dass wir uns um seine Zustimmung hätten bemühen müssen", gestand auch Pereira ein. "Unglücklicherweise ist das im letzten Moment doch nicht geschehen." Mittlerweile sei der Termin allerdings auf 14 Uhr verlegt. Dieses "Problem, das man mit einem Anruf hätte klären können" zum Anlass zu nehmen "nicht nur die 'Cosi', sondern auch die noch nicht angekündigten Produktionen der Festspiele 2014 und 2015 zu stornieren" betrachtet Pereira allerdings als "vollständig unproportional".

Daher seine Erklärung: "Der wahre Grund für die Absage dürfte sein, dass sich zwei Menschen, die einmal sehr intensiv über viele Jahre zusammengearbeitet haben, auseinandergelebt haben, was ich sehr bedauerlich finde, weil ich gehofft habe, in Salzburg an die positiven Zeiten unserer Zusammenarbeit anschließen zu können." Welser-Möst war zwischen 1995 und 2008 am Opernhaus Zürich unter Pereira tätig.

Mit Bechtolf befreundet

Seit der Saison 2010/2011 leitet Eschenbach das National Symphony Orchestra in Washington, D.C. Mit Bechtolf ist Eschenbach seit vielen Jahren befreundet. "Da ich in den letzten Jahren äußerst sensible Mozart-Interpretationen von Christoph Eschenbach gehört habe, bin ich überzeugt, dass der Zyklus in den besten Händen liegt", erklärte Pereira.

(APA)