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US-Flugzeuge suchen in Nigeria nach entführten Mädchen

Kidnapped schoolgirls are seen at an unknown location in this still image taken from an undated video released by Boko Haram
(c) REUTERS (REUTERS TV)
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Die USA werden bei der Suche aktiv. Die nigerianische Regierung will mit den Islamisten von Boko Haram nicht über einen Gefangenentausch verhandeln.

Die USA intensivieren ihre Hilfe bei der Suche nach den über 200 entführten Mädchen in Nigeria. Wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte berichtete, überfliegen bemannte amerikanische Aufklärungsflugzeuge das westafrikanische Land. Außerdem versorgen die USA die nigerianischen Behörden mit Satellitenbildern.

Washington hatte bereits kürzlich ein Team von Experten nach Nigeria geschickt. Es geben aber keine Pläne, US-Kampftruppen zu beteiligen, hieß es in Washington.

Einen Monat nach der Massenentführung hat Boko Haram ihre Geiseln erstmals in einem Video gezeigt. Am Montag war ein neues Video aufgetaucht, in dem der Anführer der Terrorgruppe einen Gefangenenaustausch vorschlägt. 17 Minuten dauert das Video, das der Nachrichtenagentur AFP zugespielt wurde. Es ist das erste Lebenszeichen der mehr als 200 nigerianischen Schülerinnen, die im April von den Islamisten in Nordnigeria entführt worden sind. „Wir haben diese Mädchen befreit, sie sind jetzt muslimisch“, sagt darin Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau.

Regierung verhandelt nicht mit Boko Haram

Die Regierung in Nigeria lehnt Verhandlungen mit der Terrorgruppe aber ab. Nach einem Treffen zwischen Regierungspolitikern und Sicherheitskräften habe Präsident Goodluck Jonathan am Montagabend einen Handel mit den Islamisten ausgeschlossen, berichteten lokale Medien am Dienstag.

Ob das Video tatsächlich die vermissten Schülerinnen zeigt, war unklar. Die Lokalregierung des Bundesstaates Borno ordnete nach einem Bericht der Zeitung "Vanguard" eine Vervielfältigung des Filmmaterials an, damit alle Eltern die Möglichkeit bekommen, ihre Töchter zu identifizieren. "Ich habe mir das Video angeschaut, aber ich konnte meine Tochter nicht darin entdecken", sagte Awana Babagana, der Vater eines der Mädchen. "Wir werden weiter beten, bis sie freigelassen werden."

(APA/dpa)