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Philippinen: Bereits zehn Tote am Wahltag

Die Wahlen auf den Philippinen laufen nicht friedlich ab.
Die Wahlen auf den Philippinen laufen nicht friedlich ab.APA/AFP/MARK NAVALES
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Bei Attacken auf Wahlbüros und Gewalt zwischen Anhängern rivalisierender Kandidaten kommen mindestens zehn Menschen ums Leben.

Bei mehreren bewaffneten Angriffen sind am Wahltag auf den Philippinen landesweit mindestens zehn Menschen getötet worden. Nach Angaben der Behörden griffen Unbekannte am Montag im Morgengrauen in Rosario nahe der Hauptstadt Manila einen Fahrzeugkonvoi an und töteten sieben Menschen.

Die Polizei erklärte, der Angriff habe sich in einer Provinz abgespielt, die wegen politischer Rivalitäten als Unruhegebiet gelte.

In einer verarmten Stadt in der südlichen Provinz Maguindanao wurde nach Angaben der Polizei zudem ein Wähler in einem Wahllokal erschossen. In Cotabato ebenfalls im Süden des Landes starb ein Mensch bei einem Granatenangriff auf einen Markt. Im nahegelegenen Sultan Kudarat stürmten 20 Angreifer ein Wahllokal und stahlen Wahlunterlagen.

Gewalt wegen Bürgermeisterwahl

In der nördlichen Provinz Abra gab es bewaffnete Zusammenstöße zwischen Anhängern rivalisierender Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Dabei wurden ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt. Die Polizei nahm anschließend vier Menschen fest. Auf den Philippinen wurden am Montag ein neuer Präsident sowie mehrere Regionalvertreter gewählt. Schon in den Monaten vor der Wahl war der Wahlkampf von Gewalt überschattet.

Ein Vertreter der Wahlbehörden sagte zu den neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen, diese würden das Wahlergebnis nicht beeinflussen. Die Gewalt habe sich zudem in bekannten "hotspots" ereignet, in denen ohnehin zusätzliches Sicherheitspersonal im Einsatz sei. Auch das Militär sprach von "isolierten Vorfällen", die auf die Abhaltung der Wahlen nur einen minimalen Einfluss hätten.

Duterte ist Favorit

Rund 54 Millionen Philippiner wählen an diesem Montag einen neuen Präsidenten. Der aussichtsreichste Kandidat ist Rodrigo Duterte, Bürgermeister von Davao auf der Insel Mindanao, der seine Stadt mit harter Hand regiert. Er will rigoros gegen Drogenkriminalität und Korruption durchgreifen und droht, notfalls Kriegsrecht zu verhängen, wenn das Parlament seinen Kurs nicht mitträgt.

Der Inselstaat wird seit Jahrzehnten von schwerer Korruption geplagt. Ein Viertel der gut 100 Millionen Einwohner lebt unter der Armutsgrenze. Der beliebte Amtsinhaber Benigno Aquino kann nach sechs Jahren im Amt nicht erneut antreten.

(APA/AFP)