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Japan und Singapur: Fernost dominiert weiter

Singapur führt die Rangliste in allen Bereichen an.

Bei der PISA-Studie 2015, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden, dominiert wie schon in den vergangenen Jahren der Ferne Osten. Die Rangliste der besten Länder bzw. Regionen im heurigen Haupttestfach Naturwissenschaften wird von Singapur (556 Punkte) und Japan (538) angeführt. Auf Platz drei folgt als bestes europäisches Land Estland (534) knapp vor Taiwan (532) und Finnland (531).

Österreich landet in den Naturwissenschaften mit 495 Punkten insgesamt auf Platz 26 aller 72 getesteten Staaten und Regionen. Innerhalb der 35 OECD-Staaten wäre dies Rang 20, innerhalb Europas Platz 14. Insgesamt liegt die Leistung der österreichischen Schüler damit im OECD-Schnitt (493) und ist mit jener ihrer Kollegen in den USA, Frankreich, Schweden, Tschechien, Spanien und Lettland vergleichbar.

Beim Lesen zeigt sich international ein ähnliches Bild. An der Spitze platziert sich erneut Singapur mit 535 Punkten, gefolgt von Hongkong und Kanada (je 527). Als beste europäische Länder folgen unmittelbar darauf Finnland (526) und Irland (521). Österreich landet mit 485 Punkten insgesamt nur auf Platz 33, in der OECD auf Platz 25 bzw. in Europa auf Platz 21 und damit signifikant unter dem OECD-Schnitt (493). Überflügelt wird Österreich dabei unter anderem von Russland (495) und Kroatien (487).

Dominanz besonders in Mathematik

Am deutlichsten zeigt sich die fernöstliche Dominanz in der Mathematik: Hier wird die Rangliste von Singapur (564) angeführt, gefolgt von Hongkong (548), Macao (544) und Taiwan (542). Bestes europäisches Land ist die Schweiz (521) vor Estland (520), den Niederlanden (512) sowie Finnland und Dänemark (je 511). Österreich kam mit 497 Punkten insgesamt auf Platz 20, in der OECD auf Platz 15 und in Europa auf Platz 12 und liegt damit signifikant über dem OECD-Schnitt (490).

Weltweit nahmen 2015 mehr als eine halbe Million Schüler aus 72 Staaten bzw. Regionen an PISA teil. Shanghai, die Spitzenregion der letzten PISA-Studie 2012, wird nicht mehr extra in der Rangliste ausgewiesen, sondern mit den Regionen Peking, Guangdong und Jiangsu zusammen als "P-S-J-G" gereiht - mit weit überdurchschnittlichen Leistungen in Mathe und Naturwissenschaften und durchschnittlichen im Lesen.

 

(APA)