Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Rathauskeller

Die Nervenschlacht in der Wiener SPÖ - nächstes Kapitel

Michael Häupl (im Bild bei der Klubtagung vergangene Woche) verhandelt mit seinen Kritikern
Michael Häupl (im Bild bei der Klubtagung vergangene Woche) verhandelt mit seinen Kritikern(c) APA/HANS KLAUS TECHT
  • Drucken

Bürgermeister Häupl trifft sich am Mittwoch mit seinen Kritikern. Kolportiert wird ein Kompromiss mit Generationenwechsel nach der Nationalratswahl.

Es ist ein Tag der (Vor)Entscheidung im roten Flügelkampf. Wieder einmal. Am Mittwoch trifft sich Bürgermeister Michael Häupl mit der Phalanx der Kritiker, die von Häupl die Regelung seiner Nachfolge fordern – um den roten Flügelkampf zu beenden. Inoffiziell wird der „Presse“ bestätigt: Es sind (nicht nur) die SPÖ-Parteichefs von mindestens neun Bezirken, die Häupl gegenüber treten. Sondern auch SPÖ-Nationalräte, SPÖ-Bezirksvorsteher und SPÖ-Gemeinderäte aus anderen Bezirken. „Alle repräsentieren über die Mitglieder ihrer Bezirke die Mehrheit in der Partei“, heißt es in Kritiker-Kreisen: „Und auch die Mehrheit der SPÖ-Wählerstimmen.“

Worüber geredet wird? Häupl soll Ende April nicht mehr als Parteichef kandidieren, dafür bis nach der Nationalratswahl Bürgermeister bleiben. Diese Forderung der Kritiker hatte der Bürgermeister aber mehrfach so dezidiert abgelehnt, dass er ohne Gesichtsverlust nicht mehr zurück kann. Für Mittwoch kündigte Häupl vielmehr an, er werde den Kritikern einen Plan über seine politische Zukunft vorlegen. Details wollte der Bürgermeister nicht nennen – kolportiert wird aber folgender Vorschlag: Häupl kandidiert Ende April wieder als Parteichef. Im Gegenzug übergibt er das Bürgermeisteramt und die Funktion als Parteichef gleichzeitig nach der Nationalratswahl. Diese steht im Herbst 2018 an, könnte aber um ein Jahr vorgezogen werden – wegen des EU-Vorsitzes Österreichs und den immer weiter ausufernden Konflikten in der rot-schwarzen Bundesregierung.