Neujahrsauftakt für eine neue Demo-Kultur

So oder ähnlich wie am Tag der Angelobung, dem 18. Dezember 2017, könnte es am Samstag zugehen: Wieder werden einige Tausend Demonstranten erwartet, wieder ist die Schlusskundgebung vor der Hofburg.
So oder ähnlich wie am Tag der Angelobung, dem 18. Dezember 2017, könnte es am Samstag zugehen: Wieder werden einige Tausend Demonstranten erwartet, wieder ist die Schlusskundgebung vor der Hofburg.Michael Gruber / EXPA / picturedesk.com
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Am Samstag planen Regierungsgegner eine „Groß-Demo“, auch für die kommenden Wochen und Monate sind Demonstrationen geplant. Sogar die alte Opernball-Demo kommt wieder – wenn auch wohl kleiner, als sie einmal war.

Wien. Der Auftakt war deprimierend. Die (wenn auch spontane, nicht genehmigte und dann vom Veranstalter abgesagte) erste Demonstration des Jahres, die im Vorfeld für Aufsehen gesorgt hatte, ist versandet. Nachdem sich massiver Protest gegen eine Veranstaltung der Jungen ÖVP im Schikaneder am Dienstagabend formiert hatte, wurde aus der Aufregung im Internet, den vielen erbosten Postings dann genau: nichts.

60 Polizisten hätten auf Demonstranten gewartet, gekommen ist niemand. Ist die Protestkultur tot, ins Internet, in anonyme Postings und Petitionen abgewandert?

Nicht ganz. Für diesen Samstag rufen regierungskritische Gruppen zu einer „Großdemonstration“. Aber das, was die Veranstalter erwarten, ist mit 10.000 Teilnehmern nur eine müde Erinnerung an die Proteste des Jahres 2000 zu den Anfangszeiten der damaligen ÖVP/FPÖ-Koalition. Von den historischen Protesten dieser Zeit ist wenig über.


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