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Österreich

Wie die USA mit politischen Sanktionen wirtschaftliche Rivalen ausschalten

Die Rohre für die zweite Ostseepipeline, Nord Stream 2, liegen bereit.APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner
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Die USA und Russland matchen sich nicht nur in der Geopolitik. Sie konkurrieren auch in einigen Wirtschaftssektoren miteinander. Sieht man sich an, wo die USA ihre Sanktionen verhängt haben, zeigt sich ein verblüffendes Bild.

Es kann vieles sein, woran US-Präsident Donald Trump gedacht hat, als er am Donnerstag in Brüssel sagte, dass sein russischer Amtskollege Wladimir Putin „letztlich ein Konkurrent“ sei. Ganz eindeutig wollte er damit ihr Verhältnis zueinander aus der Freund-Feind-Klassifizierung wegbringen und in eine andere Kategorie einordnen, wie er zu verstehen gab. Aber auch wenn er sich dabei nicht expressis verbis auf die Wirtschaft bezog, so lässt sich die Bezeichnung „Konkurrent“ völlig zutreffend auch so interpretieren.

In Wirklichkeit nämlich sind Russland und die USA hauptsächlich Konkurrenten und keine nennenswerten Handelspartner. Ganz im Unterschied zur EU, die heute 44,8 Prozent des russischen Außenhandelsvolumens auf sich vereinigt und einem Bericht des EU-Parlaments zufolge zwischen 2014 und 2016 ganze 30 Mrd. Euro durch die Russland-Sanktionen verlor. Demgegenüber bringen es die USA auf gerade einmal 3,4 Prozent des russischen Außenhandelsvolumens, wie die Daten des russischen Zollamtes zeigen.