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Die Kika/Leiner-Tragikomödie

Bei Kika/Leiner verlieren mehr als 1000 Mitarbeiter ihren Job – und das ist wirklich tragisch. Aber muss das Ganze gleich zur Tragikomödie mutieren?

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher zeigt, wie das geht. Indem er nämlich über Kanzler und Vizekanzler herzieht. „Einmal mehr zeigt sich“, tönt Lercher, „Kurz und Strache machen ihre Politik für Großkonzerne und Großsponsoren.“

Worauf er hinauswill: Sebastian Kurz und Kika/Leiner-Käufer René Benko sind befreundet. Und tatsächlich klopften sich Kurz und Heinz-Christian Strache Mitte Juni, als der Deal unter Dach und Fach war, recht seltsam auf die Schultern: „Es freut uns“, teilten sie damals mit, „dass wir in den Verhandlungen einen Beitrag zum Weiterbestand von Kika/Leiner leisten konnten.“

Unternehmertum in Österreich at its best: Die Regierung ergeht sich in Eigenlob, die Opposition in Schuldzuweisungen. Ist das wirklich notwendig? Fehlt jetzt nur noch, dass jemand (aus der ÖVP) darauf hinweist, dass im Beirat von René Benko ein gewisser Alfred Gusenbauer sitzt. Lassen wir das einfach.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.08.2018)