Weltjournal

Missbrauchsaffäre: Die offene Wunde des Vatikans

Bischöfe in aller Welt stehen in der Missbrauchsaffäre am Pranger – von den USA bis Australien, von Irland bis Indien. Jetzt bekennen sich auch die deutschen Bischöfe zu ihrer Verantwortung.
Bischöfe in aller Welt stehen in der Missbrauchsaffäre am Pranger – von den USA bis Australien, von Irland bis Indien. Jetzt bekennen sich auch die deutschen Bischöfe zu ihrer Verantwortung.(c) imago/Ulmer/Lingria

Die deutsche Bischofskonferenz legt eine Studie vor und sagt „mea culpa“. Papst Franziskus wird den Skandal nicht los.

Antisemitismus und Totalitarismus waren die Themen, die Papst Franziskus bei seinem Baltikum-Besuch zum 100-Jahr-Jubiläum der Unabhängigkeit Lettlands, Litauen und Estlands dieser Tage beschäftigten. Im ehemaligen Ghetto von Vilnius legte er zum Gedenken an die ermordeten Juden gelbe Rosen nieder. Er erinnerte an die Opfer des Holocaust und der Sowjet-Diktatur, ging aber auch auf die Herausforderungen der Gegenwart ein. Kein Wort indessen zur derzeitigen Causa prima im Vatikan – dem Missbrauchsskandal.