Norbert Hofer kämpfte vor allem in TV-Studios um Stimmen, klassische Wahlkampfauftritte waren eher die Ausnahme.
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Norbert Hofer: Das dritte Gesicht

Dass Norbert Hofer den Wahlkampf nicht allein bestreitet, war ausgemacht: Herbert Kickl sollte ihm als Co-Chef dienen. Die Gastauftritte von Heinz-Christian Strache waren eher unfreiwillig. Vor allem die juristischen.

Am Dienstagnachmittag, fünf Tage vor der Wahl, lernt die Öffentlichkeit ein weiteres Gesicht von Norbert Hofer kennen – neben dem freundlichen und dem von seinen Gegnern wahrgenommen unfreundlichen. Der FPÖ-Chef sitzt in seinem Büro und schaut besorgt in die Kamera. Der Blick ist ernst, er soll zur Lage passen. Es ist tatsächlich eine Ausnahmesituation – schon wieder. Dann beginnt Hofer die Erzählung, die im Wahlkampf schon so oft zu hören war: „Liebe Österreicherinnen und Österreicher. Die Demokratie in unserer Heimat Österreich ist in ernsthafter Gefahr.“