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Iran will Schiffe nach Gaza schicken

Iran will Schiffe nach Gaza schicken
Israelische Schiffe(c) EPA (Jim Hollander)
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Die iranische Sektion der Hilfsorganisation Roter Halbmond will zwei Schiffe mit Hilfsgütern zum Gazastreifen entsenden. Die paramilitärischen Revolutionsgarden sollen die Flottille eskortieren.

Die iranische Hilfsorganisation Roter Halbmond will der israelischen Gaza-Blockade trotzen und zwei Schiffe mit Helfern und Hilfsgütern in das palästinenssche Gebiet schicken. Die Schiffe würden Ende der Woche auslaufen, sagte der internationale Leiter des iranischen Roten Halbmondes, Abdolrauf Adibzadeh, am Montag. Eines der Schiffe werde Medikamente und Nahrungsmittel, transportieren das andere Helfer. Die Freiwilligen wollten im Gazastreifen "dem unterdrückten Volk des besetzten Palästina" helfen.

Die paramilitärischen iranischen Revolutionsgarden stünden bereit, die Flottille zu eskortieren, hieß es in Teheran. Es sei die Pflicht des Iran, die unterdrückten und unschuldigen Menschen von Gaza zu verteidigen.

Revolutionsgarden

Die Revolutionsgarden ("Pasdaran") bilden neben der regulären Armee ("Artesh") die zweite Säule der iranischen Streitkräfte. Ihre Stärke wird auf mehr als 125.000 Mann geschätzt. Die Paramilitärs sind von der Militärführung unabhängig und unterhalten eigene Heeres-, Luftwaffen- und Marineeinheiten.

Israelische Elitesoldaten hatten am 31. Mai eine Flottille mit Hilfsgütern für den Gazastreifen in internationalen Gewässern angegriffen und mindestens neun türkische Aktivisten erschossen. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad verurteilte die Militäraktion als Zeichen von "Schwäche und Wahnsinn".

Türkei fordert Untersuchungskommission

Auch die türkische Regierung erhöht den Druck auf Israel. Außenminister Ahmet Davutoglu forderte Israel am Montag auf, der von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verlangten Einsetzung einer internationalen Untersuchungskommission zuzustimmen. Andernfalls könne es keine Normalisierung der Beziehungen geben.

"Sie haben keine Chance, vor dieser Kommission wegzurennen", sagte Davutoglu. "Wir erlauben niemandem, unsere Bürger zu töten."

 

(Ag.)