Schnellauswahl
US-Präsident Donald Trump (im Bild in seinem Domizil Mar-a- Lago) nennt Chinas Präsidenten gerne „König“. Angeblich gefällt das Xi Jinping.
Die Zehnerjahre

Die Dekade des Umbruchs

In den Zehnerjahren zerfiel die alte Weltordnung. Die Macht verschob sich nach China, während der Westen mit sich selbst beschäftigt war.

Ein fiebriges Jahrzehnt geht zu Ende. Eine Dekade, in der sich Gewissheiten auflösten, Hoffnungen zerstoben, gewohnte Spielregeln auf einmal nicht mehr galten und die alte Ordnung zerbröckelte. Das Ächzen und Krachen war unüberhörbar: Die tektonischen Platten des globalen Machtgefüges gerieten in Bewegung. Auch die Schläfrigsten spürten, dass da eine Ära in ihren letzten Zügen lag, die Phase der westlichen Dominanz. Doch die Konturen der neuen Epoche zeichneten sich nur schemenhaft ab – in chinesischen, kyrillischen, arabischen Schriftzeichen. Es war eine Übergangszeit ohne Namen.