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Geldpolitik

Banken bunkern Bargeld

Österreichs Banken horten Bargeld in bisher unbekanntem Ausmaß. Der Grund: Sie wollen den Negativzinsen entkommen – und bekommen dafür Rückendeckung vom Notenbank-Gouverneur.

Die Wirtschaftskrise von 2008 ist zwar mittlerweile überstanden, aber die damals eingeschlagene Geldpolitik treibt bis heute seltsame Blüten: Banken horten immer größere Mengen an Bargeld – damit entziehen sie den Märkten Kapital und konterkarieren die europäische Geldpolitik. Weil die Zinsen in der Eurozone so niedrig sind, teilweise sogar ins Negative gehen, wissen die Finanzinstitute nicht, wohin mit dem vielen Geld. Da geht es ihnen ähnlich wie normalen Privatkunden: Die Möglichkeiten, überschüssiges Geld anzulegen, sind derzeit überschaubar.