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Kommentar

Rendi-Wagner: Hoch gepokert, fürs Erste gewonnen

Pamela Rendi-WagnerAPA/HANS PUNZ
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Pamela Rendi-Wagner bleibt. Das ist dann doch erstaunlich.

Hat der nationale Schulterschluss in der Corona-Krise auch zu einem SPÖ-internen geführt? Ist die SPÖ immer noch so diszipliniert wie sie es einmal war? Hat die Chefin (oder ihre Berater) die Stimmung in ihrer Partei letztlich richtig eingeschätzt, dass die schweigende Mehrheit anders denkt als die lautstarken Kritiker? Oder wurde alles nur aufgeschoben, um bis zur Wien-Wahl Ruhe zu haben?

Die Antwort ist nicht eindeutig zu geben. Wahrscheinlich stimmt ein Teil von jedem. In der Corona-Krise ist auch die SPÖ-Familie zusammengerückt, von der Parteiführung abzurücken, noch dazu, da eine ausgewiesene Pandemie-Expertin an der Spitze steht, war nicht wirklich opportun. Zudem ist die Parteibasis nach wie vor anders strukturiert als die Wortführer vom linken Flügel es gerne hätten. Und zahlreiche Parteigranden, nicht zuletzt jene in Wien, wollten nur keine weiteren Wellen bis zu der für sie alles entscheidenden Gemeinderatswahl im Herbst. Nach und nach erklärten nun die wichtigen Landesparteichefs, die natürlich von nichts nichts wussten, dass die Latte, die übersprungen werden müsste, eine Zwei-Drittel-Mehrheit sei. Es wurden 71 Prozent. Beachtlicher war allerdings die Beteiligung von 41 Prozent.