Schnellauswahl
Corona-Regeln

Tanzstudios dürfen wieder öffnen

Tanzstudios dürfen ab dem 29. Mai unter den selben Bedingungen wie Tanzschulen aufsperren. Es gilt die neue Abstandsregel von zwei Metern - die ist für viele kleine Studios aber kaum umsetzbar.

Dass Tanzstudios nicht wie Tanzschulen bereits aufsperren durften, sorgte für Protest. Mit der Novelle der Lockerungsverordnung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, gibt es auch neue Regeln für die Tanzszene: Studios, die als Sportstätte gelten, dürfen ab dem 29. Mai wieder öffnen. „Tanzschulen und Tanzstudios sind jetzt gleichgestellt“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium auf „Presse“-Anfrage.
Somit gelten die selben Regeln wie für die bereits geöffneten Tanzschulen.

Und die Vorschriften wurden etwas gelockert: Pro Tänzer oder Tanzpaar müssen nicht mehr zehn Quadratmeter eingeplant werden. Es gilt nun stattdessen ein Zwei-Meter-Abstand.

Initiative appelliert an Regierung

Tanzschulen durften schon seit dem 15. Mai wieder aufsperren, während Tanzstudios geschlossen bleiben mussten. 47 Studios aus Wien und Umgebung schlossen sich deshalb zu einer Initiative zusammen. Sie fordert nun eine klar definierte Ansprechperson für Tanz, die Studios auch in weiteren Verhandlungen zu Finanzierungsfragen vertritt. Und: Die Initiative ging durch bereits geführte Verhandlungen davon aus, dass ein Ein-Meter-Abstand wahrscheinlich ist.

Der Zwei-Meter-Abstand kam somit überraschend und ist für kleine Studios kaum einzuhalten. „Viele werden gar nicht aufsperren können“, so Rebekka Rom, die Teil der Initiative ist und selbst vier Studios in Wien betreibt. „Das ist existenzbedrohend.“

Tanzschulen fallen unter das Tanzschulgesetz und gehören einem eigenen Verband an. „Tanzstudios haben unterschiedliche Organisationsformen, etwa Vereine oder Unionen“, sagt Rom. Während Tanzschulen meist auf Paartanz spezialisiert sind, stehen in den Studios Gruppenkurse für Einzelpersonen im Vordergrund. Also etwa Ballett oder Streetdance. Solche Kurse bieten aber auch einige Tanzschulen an. Diese konnten somit Einzelkurse seit zwei Wochen wieder durchführen. „Das ist unfair“, so Rom. Das Gesundheitsministerium begründet dies mit einer „schrittweisen Öffnung“.

(wal)