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Coronakrise

„Kopf in den Sand stecken bringt nichts“: Warum schaffen es manche besser aus der Krise?

Eine Bar vor dem Ruin, eine Familie fast auf der Straße, eine Kameraassistentin ohne Einnahmen. Das Virus hat viele in eine Existenzkrise getrieben.

Es ist Sonntagabend, als bei Christian Schilcher die Erkenntnis mit voller Wucht einschlägt. Er und seine Familie haben ein echtes Problem. Seine gut gehende Cocktailbar war da schon einige Tage wegen des Lockdowns geschlossen. Anfangs dachte er noch: „Es wird hart, aber es geht schon.“ Die Regierung hatte einschneidende Maßnahmen gesetzt, schien aber einen Plan zu haben. „Koste es, was es wolle“ waren Worte, die auch ihn beruhigten. „Privat war es nicht so tragisch, wir sind gerade erst umgezogen. Ich hatte Zeit, die Wohnung einzuräumen, mich um den Buben zu kümmern.“

Doch plötzlich fand er sich in einer völlig neuen Situation wieder. Mit jeder Pressekonferenz gab es mehr Verschärfungen. In Italien explodierten die Zahlen der Covid-19-Erkrankten – und -Toten. Die Ausgangsbeschränkungen, stellte sich schnell heraus, würden weit länger dauern als vermutet. Das ist der Moment, in dem er sich mit seiner Freundin am Esstisch zusammensetzt. Ihr Sohn, gerade einmal zwei Jahre alt, schläft im Nebenzimmer. „Ich habe nicht gewusst, wie wir weitertun.“