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Bei vielen Vogelarten - im Bild ein kleiner Waldkauz - ist der Bestand in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen.
Artenvielfalt

Strategie gegen das Verschwinden

Wie kann der teilweise dramatische Rückgang der Arten gebremst und gestoppt werden? Darauf gibt es derzeit Hunderte Antworten. Sie sollen nun zu einer Strategie gebündelt werden.

Wien. Ab diesem Montag wird's ernst: Jetzt beginnt die Auswertung von Hunderten Statements, die in einem Prozess gesammelt worden sind, der im Amtsdeutsch „öffentliche Konsultation zur Entwicklung der Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030“ benannt wird. Es ist ein – in diesem Bereich – neuer Dialog, um die unterschiedlichen Zugänge zu bündeln, wie Artenvielfalt verbessert werden kann.

In den vergangenen acht Wochen war es möglich, auf einer vom Klimaschutz- und Umweltministerium eingerichteten Homepage zu diesem Thema Kommentare hochzuladen und vor allem ein Bündel von Dutzenden von Maßnahmenvorschlägen zu kommentieren und zu ergänzen. Was als „Konsultationsunterlage“ und zurückhaltend als Sammlung „möglicher Elemente einer Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030“ genannt wird, geht der steirischen Landwirtschaftskammer schon zu weit: „Die darin aufgelisteten umfangreichen Maßnahmenbündel sind für die Land- und Forstwirtschaft mit teils schwerwiegenden Einschränkungen, Schutzauflagen und verpflichtende Maßnahmen verbunden,“ hieß es in einer Aussendung von vor zwei Wochen, in der auch ein „dringender Appell“ formuliert wird, sich in den Dialog mit kritischen Statements zu beteiligen. Der Aufruf schließt mit dem Satz: „Eine begeisternde, nachahmungswürdige Umweltpädagogik vermag mehr zu bewegen als Zwang, Verordnung und überbordende Schutzauflagen.“ Diese Zitate zeigen, wo die Konfliktlinien verlaufen und dass es bis zum Beschluss der Strategie noch ein Weg voller Herausforderungen sein wird.