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Quergeschrieben

Was man aus dem Krisenjahr 2020 alles lernen könnte

Eine Krise, so bitter sie auch sein mag, ist immer auch eine wertvolle Lehrmeisterin. Das Vorjahr hat gezeigt, wie rasch eine Spaltung der Gesellschaft entstehen kann.

Eigentlich will man das Jahr 2020 am liebsten einfach abhaken. Vergessen, wie grässlich es war: Die Ängste, die Sorgen, die Verluste, die Ungewissheit, die Verwirrung. Am liebsten würde man es hinter sich lassen und den Blick hoffnungsfroh nach vorn lenken. Dennoch lohnt es sich, darüber nachzudenken, was mit uns passiert ist und welche Auswirkungen es auf jeden Einzelnen von uns und auf die Gesellschaft hat.

Das Krisenjahr hat gezeigt, wie rasch eine Spaltung der Gesellschaft, Feindbilder und Hass gegen Andersdenkende entstehen können. Je länger der Ausnahmezustand andauert und je mehr Kollateralschäden es gibt, desto schlimmer wird es. Eindrucksvoll zeigt sich das etwa an den jüngsten Demonstrationen gegen die Regierungsmaßnahmen: Auf der einen Seite radikalisieren sich die Gegner, Rechtsextremisten versuchen, die Demos zu kapern und rufen zu Gewaltaktionen gegen Staatsmacht und Polizei auf. Auf der anderen Seite werden die Vertreter der Regierungslinie immer radikaler, die Beschimpfungen und Abwertung von Kritikern immer wüster. Anlässlich einer – angemeldeten und friedlichen – Demo in St. Pölten wurde sogar zu Gewalttaten gegen die Demonstranten aufgerufen.