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Immobilien

Markt für Büroflächen trotz Trend zu Home-Office bisher robust

Bei Immo-Berater Remax geht man davon aus, dass der Wiener Büromarkt ein stabiler und für Anleger interessanter Markt bleiben wird.

Der Markt für Gewerbeimmobilien ist laut dem Immo-Berater Remax bisher relativ gut durch die Coronakrise gekommen: Er habe sich dem Thema natürlich nicht entziehen können, sich in vielen Bereichen bis dato robust und erstaunlich krisenresistent gezeigt hat, auch im Büroflächenmarkt. Die Neuflächenproduktion bei Büros sei - nach einem Rekordtief - im Jahr 2020 um das Zweieinhalbfache gestiegen. Verabschiedet habe sich in Wien der Hoffnungsträger Co-Working-Space.

Es sei insgesamt auch im Vorjahr immer wieder zu Neuanmietungen oder Übersiedlungen gekommen. Der durch Corona verstärkte Trend in Richtung Home-Office habe dazu geführt, dass teilweise bereits ein "Abgesang" auf klassische Büroimmobilien angestimmt worden sei, so Remax am Mittwoch in einer Presseaussendung. Home-Office werde voraussichtlich Teil des Arbeitsalltags bleiben, in permanenter Trend in Richtung Flächenreduktion sei aktuell noch nicht sichtbar . Mehr Platz im Büro könne dazu beitragen, die Arbeitsplatzsituation zu verbessern und darüber hinaus die Nutzerinnen und Nutzer besser vor Krankheitserregern zu schützen, da Abstände leichter eingehalten werden können.

Auch der Wiener Büromarkt habe sich überraschenderweise sehr krisenfest in Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld gezeigt. Die Neuflächenproduktion habe sich erwartungsgemäß von rund 45.000 m2 auf rund 110.000 m2 mehr als verdoppelt. Mit einigen Neubauprojekten und weiteren Modernisierungen werde sich die Fertigstellungs-Pipeline 2021 in etwa auf dem Niveau von 2020 bewegen, erwartet Remax. Die Vermietungsleistung war im Vergleich zu 2018 und 2019 leicht rückläufig und lag mit rund 200.000 m2 in etwa auf dem Niveau des Jahres 2017. Die Leerstandrate sank leicht und lag zu Jahresende bei 4,5 Prozent, nach circa 4,8 Prozent 2019. Die Durchschnittsmieten waren mit um die 14 Euro stabil, ebenso die Spitzenlagen mit rund 26 Euro pro Quadratmeter. Top-Bürostandorte sind den Experten zufolge "auch in herausfordernden Zeiten nach wie vor sehr begehrt".

Das Thema Co-Working sei 2020 de facto zum Erliegen gekommen. Neue Projekte seien aktuell nicht bekannt, die für 2020 vorgesehene Eröffnung von "Spaces" am Schottentor mit rund 8700 m2 wurde abgesagt.

"Für das Jahr 2021 gehen wir nur von geringen Veränderungen im Vergleich zu den letzten beiden Jahren aus, erwarten daher, dass auch im laufenden Jahr der Wiener Büromarkt ein stabiler und für Anleger interessanter Markt bleiben wird", so Stefan Krejci von Remax Commercial Österreich.

Wenig Bewegung im Vergleich zum Jahr davor gab es im Coronajahr 2020 auch bei den Spitzenmieten in den Landeshauptstädten. St. Pölten verzeichnete sogar einen Anstieg, geht aus der Remax-Auswertung hervor.

(APA)