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Distinguished Guest

Martin Kocher: „Langzeitarbeitslosigkeit ist die größte Gefahr“

Fachkräftemangel und Langzeitarbeitslosigkeit sind nur zwei der Themen, für die von Martin Kocher Lösung erwartet werden. Der Arbeitsminister war kürzlich in der Reihe Distinguished Guest an der Unternehmerischen Hochschule MCI zu Gast.

 

Wir müssen verhindern, dass Menschen länger arbeitslos bleiben und es dann vielleicht übersehen, dass sie sich wieder bemühen, einen Job zu finden“, sagte Arbeitsminister Martin Kocher in der Gesprächsreihe „Distinguished Guest“ der Unternehmerischen Hochschule MCI, an der der Ökonom früher auch unterrichtet hatte.

Langzeitarbeitslosigkeit sei schließlich die größte Gefahr, langfristig Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen, meinte Kocher im Online-Gespräch mit MCI-Rektor Andreas Altmann. Gesundheitliche Einschränkungen älterer Arbeitnehmender und Altersdiskriminierung seien weitere ungünstige Faktoren, die es zu bekämpfen gelte. Hier sei auch bei den Unternehmen jede Menge Aufklärungsarbeit zu leisten, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Einstellung von älteren Menschen aussehen sollen.

Bundesminister Martin Kocher
Bundesminister Martin KocherMCI

Auch das, sagt Kocher, gebe es in den anstehenden Verhandlungen über die fünfte Phase der Kurzarbeit zu berücksichtigen. Die Kurzarbeit sei ein wichtiges Instrument, die Krise zu überwinden, nun müsse sie aber dynamischer gestaltet werden: „Die Kurzarbeit hat Beschäftigungsverhältnisse gerettet, aber als Nebeneffekt hat sie verhindert, dass Menschen in andere Branchen gewechselt sind“, sagte Kocher.

Trotzdem positiv bleiben

Weil Corona das Wirtschaftsleben insgesamt verändert, ist es Kocher ein Anliegen, Themen wie den Fachkräftemangel im Blick zu halten. Er erwartet in den kommenden drei, vier Jahren in Europa einen noch intensiveren Wettbewerb um Fachkräfte – speziell in der Industrie und in der Baubranche, die schon bislang gut durch die Krise gekommen seien.
Doch auch wenn die Corona-Krise die größte Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gebracht habe, blickt der Bundesminister positiv in die Zukunft. Im Gegensatz zur Finanzkrise 2008/2009, in der mit öffentlichen Geldern Bilanzlöcher gefüllt wurden, gelang es jetzt mit der Kurzarbeit Einkommen zu stärken. Der aktuell fehlende Konsum sei nur „aufgestaut und wird nachgeholt werden“.

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