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US-Diplomaten

Das mysteriöse Havanna-Syndrom in Wien

In der US-Botschaft in Wien. Mitarbeiter erkrankten am mysteriösen Havanna-Syndrom.
In der US-Botschaft in Wien. Mitarbeiter erkrankten am mysteriösen Havanna-Syndrom.(c) Die Presse/Clemens Fabry
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Seit der Amtsübernahme von Joe Biden häufen sich Fälle seltsamer Erkrankungen von US-Diplomaten in Österreich. US-Außenminister Antony Blinken nimmt die Vorfälle überaus ernst, Österreich arbeitet an der Aufklärung mit.

Manche beschreiben es als Geräusch in ihrem Kopf. Es klinge wie ein Schwarm von Zikaden, der ihnen von einem Raum in den anderen folgen würde – sobald sie eine Tür nach draußen öffnen, sei das Geräusch aber wieder weg.

Andere sprechen von dem Erlebnis, als seien sie in einem Energiestrahl gestanden. Ein US-Beamter stoppte mit seinem Auto an einer Straßenkreuzung, als er auf einmal das Gefühl bekam, der Druck in seinem Kopf würde steigen und steigen. Sein zweijähriger Sohn am Rücksitz fing wie wild zu schreien an. Der Mann stieg aufs Gas. Der Druck ließ nach, je weiter er sich von der Kreuzung entfernte.

Das Havanna-Syndrom

Symptome sind laut dem US-Außenministerium „sensorische Phänomene wie Geräusche, Druck oder Hitze, zusammenhängend oder gefolgt von physischen Symptomen wie dem plötzlichen Einsetzen von Schwindel, Übelkeit und Kopf- oder Nackenschmerzen“.

Seit bald fünf Jahren berichten Mitarbeiter des US-Außenministeriums, des Auslandsgeheimdienstes CIA und andere US-Offizielle von einer mysteriösen Krankheit. Weil sie zum ersten Mal in der kubanischen Hauptstadt Havanna registriert wurde, ist sie unter dem Namen „Havanna-Syndrom“ bekannt. Was genau dahintersteckt, ist noch immer unklar. Offiziell hält sich das US-Außenministerium bedeckt und spricht von „unerklärlichen Gesundheitsvorfällen“. Hinter vorgehaltener Hand spekulierten hochrangige US-Vertreter aber, dass hinter den seltsamen Vorkommnissen die Angriffe eines ausländischen Akteurs stecken könnten. Gern genannt: Russland.