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Coronaimpfung

EU überholt USA bei Impfquote

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In den USA gehen die Impfungen zurück.APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
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Nach guten Impffortschritten über Monate droht auch Europa demnächst ein Bremseffekt durch Skeptiker.

Noch im März war der EU „Impfversagen“ wegen verschleppter Lieferungen mit Impfstoffen angelastet worden. Die USA, Israel und Großbritannien waren zu diesem Zeitpunkt die Vorreiter einer breiten Immunisierunggegen Covid-19. Doch langsam wendet sich das Blatt. Mit Wochenbeginn hat die EU die USA bei der Impfquote überholt. 55,67 Prozent der EU-Bürger haben zumindest eine Impfung erhalten, in den USA sind es 55,63 Prozent. Und diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Während die USA beim Impffortschritt kaum noch Erfolge erzielen, könnte sich in der EU die Entwicklung zumindest in den kommenden Wochen noch fortsetzen. „Nun wird klar, dass nicht das Tempo der Impfungen in den ersten Monaten von Bedeutung war, sondern die langfristige Strategie“, so Peter Liese, Arzt und Impfexperte im Europaparlament (CDU).

Die Analyse der Daten von „Our World in Data“ zeigt zum einen, dass die EU nach wie vor mit einer Steigerung rechnen kann. Die Kurve weist noch immer nach oben. Bei den Impfvorreitern flacht sie hingegen bereits ab. Im Falle der USA begann dieser Effekt bereis bei 43 Prozent. Israel hat seit der Erreichung einer 60-prozentigen Impfquote im März kaum noch Fortschritte erzielt. Auch in Großbritannien mit aktuell 68 Prozent flachte die Kurve bei 60 Prozent ab. Das liegt nicht an den Impfstoffen, die mittlerweile ausreichend vorhanden sind, sondern an der Impfskepsis. Diese wird auch für die EU eine Grenze setzen. Ob diese über 70 Prozent liegen wird, wie Virologen erhoffen, um eine „Durchimpfung“ zu erreichen und die Pandemie in den Griff zu bekommen, oder darunter, ist noch offen.

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