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Rennradfahren

Wie Frauen die Männerdomäne Rennrad erobern

Bettina Wallner hat im ersten Lockdown mit dem Rennradfahren begonnen. Ihre Trainings gehen oft in der Prater Hauptallee los.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Anna Kiesenhofers Olympia-Gold hat den Blick auf den Frauen-Radsport gerichtet. Tatsächlich erlebt das Rennradfahren besonders bei Frauen seit einigen Jahren – und speziell seit der Coronazeit – einen regelrechten Boom.

Bis vor ein paar Jahren war sie eigentlich eine „faule Socke“, sagt Monika Senn. „Ich habe mit Sport nicht wirklich viel anfangen können.“ Wenn man die 35-jährige Geoinformatikerin heute über Sport, konkret das Rennradfahren, erzählen hört, fällt es schwer, das mit der faulen Socke zu glauben.

Heute sitzt Senn nämlich zehn bis fünfzehn Stunden in der Woche auf ihrem Rennrad, fährt 100, 200 Kilometer am Stück und kann dabei, wie sie sagt, „extrem gut abschalten“. Die Stunden am Rennrad „sind für mich ein guter Ausgleich, mir ist auch auf langen Strecken noch nie langweilig am Rad gewesen“. Und man habe – dank der hohen Geschwindigkeit – „einen sehr großen Radius und kommt auch ohne Auto an Orte, an denen man vorher noch nie war“.

Die Niederösterreicherin ist mit ihrem Hobby bei Weitem nicht allein: Denn seit einigen Jahren entdecken immer mehr Frauen das Rennrad für sich und krempeln die einstige Männerdomäne – langsam, aber doch – um. Dass nun mit Anna Kiesenhofer eine Frau im Straßenrennen Olympia-Gold geholt hat, rückt Frauen im Radrennsport natürlich noch mehr in den Fokus – und könnte mehr Mädchen und Frauen dazu bringen, diese Sportart selbst einmal auszuprobieren.