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Zwei Österreicher auf Shortlist für Deutschen Buchpreis

Die Vorarlberger Autorin Monika Helfer erzählt in "Vati" anders, als wir das vom klassischen Memoir kennen. 
Die Vorarlberger Autorin Monika Helfer erzählt in "Vati" anders, als wir das vom klassischen Memoir kennen. (c) imago/Rudolf Gigler
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Monika Helfer und Norbert Gstrein finden sich mit ihren Romanen neben Christian Kracht, Thomas Kunst, Mithu Sanyal und Antje Rávik Strubel.

Mit Monika Helfer und Norbert Gstrein haben es zwei Österreicher in die Endauswahl für den Deutschen Buchpreis 2021 geschafft. Norbert Gstreins "Der zweite Jakob“ ist ein Roman, in dem das Leben und die Rollen eines Schauspielers verschwimmen. In "Vati“ erzählt Monika Helfer von ihrer Kindheit zwischen Almwiesen und beengten Bregenzer Zimmern. Auf der am Dienstag bekannt gegebenen Shortlist finden sich weiters noch Christian Kracht mit "Eurotrash", Thomas Kunst mit "Zandschower Klinken", Mithu Sanyal mit "Identitti" sowie Antje Rávik Strubels "Blaue Frau". Der Sieger oder die Siegerin wird am 18. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet.

Auf der 20 Titel umfassenden Longlist hatten sich heuer fünf österreichische Autorinnen und Autoren gefunden: Neben den nun für die Shortlist Nominierten waren das Franzobels Roman "Die Eroberung Amerikas", die zur Gedächtnis-Expedition werdende Vater-Sohn-Wanderung "Zu den Elefanten" des in Wien lebenden Historikers Peter Karoshi und "Mein Lieblingstier heißt Winter", der erste Roman von Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz.

In diesem Jahr hatten 125 Verlage insgesamt 197 Romane eingereicht, ein neuer Rekord. Dazu konnte die Jury weitere Bücher selbst vorschlagen, dass schließlich 230 Titel gesichtet wurden, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 erschienen sind oder noch erscheinen. Sprecher der diesjährigen siebenköpfigen Jury, der aus Österreich "Presse"-Redakteurin Anne-Catherine Simon angehört, ist der Kulturredakteur Knut Cordsen vom Bayerischen Rundfunk. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autorinnen und Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro.

Für Jurysprecher Knut Cordsen, Kulturredakteur beim Bayerischen Rundfunk zeugen die sechs Finalistinnen und Finalisten "den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und zeugen von der immensen Lust und hohen Könnerschaft, Geschichten zu erzählen". "Darüber hinaus reflektieren alle nominierten Titel das eigene Schreiben, loten seine Möglichkeiten und seine Grenzen aus. Es sind künstlerisch herausragende Romane, die bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Topoi und Schreibweisen eines vereint: Sie sind alle auf je eigene Weise ausgezeichnet und haben jeder für sich die Jury überzeugt."

 

(APA/red.)