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Leitartikel

Oberösterreich – so eine Art Österreich in kleinerem Maßstab

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP)Hermann Wakolbinger
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Geht es der ÖVP in Oberösterreich gut, geht es auch der ÖVP im Kanzleramt gut. Ungemach droht der Volkspartei vielmehr von anderer Seite.

Bundesländer haben zumeist ein charakteristisches Gesicht – beziehungsweise jenes, das man sich von ihnen eben macht. Im Fall Oberösterreichs ist das nicht so eindeutig. Das Land hat viele Gesichter. Das Oberösterreich des Inneren Salzkammerguts ist ein anderes als das Oberösterreich des Innviertels und wiederum ein anderes als jenes der Industrieregion um Linz, Wels und Steyr.

So gesehen passt der aktuelle Landeshauptmann ganz gut in die Landschaft. Auch Thomas Stelzer ist nicht so leicht fassbar, man weiß nicht so genau, wo der Beamte aufhört und der Manager anfängt, er ist unverbindlich freundlich, leutselig, aber doch mit gewisser Distanz, sodass man auch nie so recht weiß, was er sich wirklich denkt. So gestaltet sich ansatzweise auch sein Verhältnis zur Bundespartei. Nach außen hin loyal, aber man weiß eben nicht, was er wirklich so denkt über Sebastian Kurz und Co.

Oberösterreich ist in seiner Vielschichtigkeit so etwas wie das Durchschnittsbundesland Österreichs, man könnte auch sagen: Trendsetter. Nationalratswahlen gehen fast immer so aus, wie sie in Oberösterreich ausgehen. Geht's der Kanzlerpartei also in Oberösterreich gut, geht es ihr auch in ganz Österreich gut.