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Pandemie

So fühlt sich eine Corona-Infektion für vollständig Geimpfte an

Eine Immunisierung schützt relativ verlässlich vor einer Infektion mit dem Coronavirus, symptomatische Verläufe oder sogar Aufenthalte in Spitälern sind ohnehin sehr selten. Ganz auszuschließen ist eine Erkrankung aber auch bei geimpften Personen nicht. Fünf Betroffene schildern, wie sie Covid-19 erlebt haben.

Bis auf wenige Ausnahmen wie etwa einer Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln gelten für sie im Alltag keine Einschränkungen mehr. Vollständig Geimpfte und Genesene haben ihre Freiheiten in den vergangenen Monaten Stück für Stück zurückbekommen.

Mit der Begründung, dass sie weder für sich noch für andere eine allzu große Gefahr darstellen, weil sie selbst im Fall einer Infektion selten schwer erkranken und nur kurze Zeit sowie in geringerem Ausmaß als nicht Immunisierte ansteckend sind. Eine wissenschaftlich fundierte und somit berechtigte Vorgehensweise, wie die entsprechenden Zahlen aus den Krankenhäusern verdeutlichen. Zuletzt waren nur 17 Prozent der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen vollständig geimpft, auf Normalstationen machte der Anteil der Geimpften 31 Prozent aus.

Dabei handelte es sich zumeist um sehr alte Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Personen mit – bei Covid-19 relevanten – Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck und COPD. Geimpfte stecken sich also selten an – und wenn doch, verläuft die Infektion üblicherweise mit milden oder gar keinen Beschwerden.

Konkret ist das Risiko für eine symptomatische Infektion trotz Immunisierung im Vergleich zu nicht vollständig Geimpften und Ungeimpften um mindestens 88 Prozent reduziert, wie aus aktuellen Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hervorgeht, die seit Februar erhoben wurden. Für die Altersgruppe 18 bis 39 Jahre liegt dieser Wert bei 89,11 Prozent, bei den 40- bis 59-Jährigen bei 88,45 Prozent und ab 60 Jahren waren es 89,61 Prozent.

Auch Erhebungen aus anderen Untersuchungen im Ausland zeigen, dass Covid-19-Erkrankungen „bei vollständig geimpften Personen weitestgehend mild verlaufen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle vermieden werden“, heißt es in dem Ages-Bericht.

Dennoch kommen sie vor – die symptomatischen Infektionen trotz Impfung. Und bei 5,4 Millionen vollständig geimpften Personen (60,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) gar nicht einmal so selten.

Fünf von ihnen erzählen, wie es ihnen ergangen ist – von den ersten Beschwerden über den positiven Test bis hin zur behördlichen Absonderung und zum Contact Tracing, also zur Rückverfolgung der Kontaktpersonen, um auch sie zu warnen, zu testen und gegebenenfalls zu isolieren.