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EU-Parlament

EU-Institutionen werden weiblich

EU lawmakers elect parliament president in Strasbourg
Roberta Metsola wurde zu ihrem 43. Geburtstag zur Parlamentspräsidentin gewählt.REUTERS
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Neben der EU-Kommission wird nun auch das EU-Abgeordnetenhaus von einer Christdemokratin geleitet. Evelyn Regner (SPÖ) und Othmar Karas (ÖVP) wurden Vizepräsidenten.

Roberta Metsola ist seit Dienstag die dritte Frau an der Spitze des Europäischen Parlaments. Die Maltesin folgt auf Simone Veil (1979–1982) und Nicole Fontaine (1999–2002). Die restliche Zeit leiteten insgesamt 31 Männer das Abgeordnetenhaus. Die Zeiten ändern sich: Neben Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin, die erste Frau in diesem Amt, ist nun auch das EU-Parlament in Händen einer christdemokratischen Politikerin. Metsola, die am Dienstag ihren 43. Geburtstag feierte, war bezeichnenderweise gegen zwei Frauen angetreten: Alice Bah Kuhnke von den Grünen und Sira Rego von den Linken. Die rechtsnationale Fraktion ECR hatte ihren Kandidaten, den polnischen Europaabgeordneten Kosma Złotowski, wenige Tage zuvor aus dem Rennen genommen und ebenfalls Metsola unterstützt.

Den Deal mit den Sozialdemokraten und Liberalen, der die Bestellung der Maltesin überhaupt erst möglich machte, arrangierte EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU), der seine eigene Kandidatur für die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Parlamentspräsidenten, David Sassoli, bereits vor Monaten zurückgezogen hatte. Schließlich stimmten 458 von 616 Abgeordneten für Metsola. Der Deal umfasste fünf Vizepräsidenten für die Sozialdemokraten und drei für die Liberalen sowie weitere Posten.