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Architekturgeschichte

Neue Schulen braucht(e) die Welt

In der DDR wurden Schulen ab Mitte der 1960er-Jahre – so wie Wohnbauten auch – in Fertigteilbauweise realisiert.
In der DDR wurden Schulen ab Mitte der 1960er-Jahre – so wie Wohnbauten auch – in Fertigteilbauweise realisiert.(c) Pulfer/picturedesk.com
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Billiger, flexibler, geräumiger – in den 1950er-Jahren versuchte eine neu gegründete internationale Architektenorganisation, die UIA, den Schulbau zu revolutionieren.

Wie schaut die perfekte Schule aus? Und vor allem: Wie können möglichst schnell möglichst viele Schulen gebaut werden? Diese Fragen wurden Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur in Architekturkreisen dringlich. Der Bedarf an Schulneubauten war groß. In vielen europäischen Städten war die Infrastruktur nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, und auch in afrikanischen Ländern sollte der kleine Schulbaubestand mit einsetzender Dekolonialisierung aufgestockt werden.

„Da wie dort galt es in möglichst kurzer Zeit viele Schulen zu bauen und über das ganze Territorium gleichmäßig zu verteilen“, sagt Maja Lorbek. Viele Architekten legten große Hoffnungen in die neue Fertigbauweise, in Modularität und Flexibilität. „Sie hatten den Eindruck, dass sich Schule künftig grundlegend verändern würde, dass sich die Grenzen zwischen Schule und Gesellschaft auflösen.“ Schulbauten, so die Vision, sollten sich der veränderten pädagogischen Praxis anpassen.