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Wie viele Stofftiere braucht die Welt? Der Konsumexzess der Menschheit lässt sich schwer leugnen.
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Klima:Wandel

Ist Wachstum unser Untergang?

Müssen wir nur aufhören zu wachsen, um das Klima zu retten? Die Idee ist so simpel wie irreführend – und zum Glück nicht alternativlos.

Meist dauert es nicht lang. Bei jeder Diskussion über die Klimakrise wirft früher oder später immer jemand ein, dass es letztlich doch der „Wachstumswahn“ der reichen Länder sei, der die Klimakatastrophe unvermeidbar mache. Solang wir immer mehr und mehr produzieren, kaufen und wegwerfen, werden wir immer mehr und mehr Treibhausgase emittieren, klagen Anhänger der sogenannten Degrowth-Bewegung. Auch Klimaschutz-Ikone Greta Thunberg will das „Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum“ durchschaut haben und forderte schon 2019 von den Staatschefs eine ökonomische Schrumpfkur zugunsten des Klimas.

Das hat etwas für sich. Wer quält sich nicht von Zeit zu Zeit, weil er wieder unnütze Dinge gekauft hat und wer wollte sich schon ernsthaft gegen einen weiteren (bezahlten) freien Tag in der Woche wehren? Außerdem stimmt es ja: Bis heute verursacht jeder weitere Euro an Wirtschaftsleistung auch mehr Emissionen. Und ist das Bruttoinlandsprodukt als alleiniger Wohlstandsindikator nicht auch seit Jahren angeschlagen? Immerhin wird dort auch jede Umweltkatastrophe auf der Habenseite verbucht, weil die Aufräumarbeiten danach etwas kosten und damit „Wohlstand“ generieren. Umgekehrt sind die Kosten für CO2 immer noch nur unzureichend eingepreist. Aber müssen wir die Idee des Wachstums deshalb gleich über Bord werfen oder schaffen wir es weiterhin mehr Wohlstand zu generieren ohne die Umwelt zu zerstören?