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Kirche

Eklat bei Schönborns Sommerfest

UKRAINE-KRIEG/FLUeCHTLINGE: TOTENGEDENKEN IN WIEN
Kardinal Christoph Schönborn hier bei einem Gedenken an die Toten des Kriegs gegen die Ukraine.APA/FLORIAN WIESER
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Öffentlicher Zornausbruch des Kardinals im Hof des Erzbischöflichen Palais. Christoph Schönborn versagte Mittwoch Abend fast die Stimme, als er auf die Bühne stürmte und seine Gäste zur Ordnung rief. Er empörte sich, dass dem ukrainischen Generalvikar, der über den Krieg berichtete, zu wenig zugehört wurde.

Christoph Schönborn wird als betont bedächtig, manchmal manchen sogar zu mutlos formulierender, als gütiger Bischof oder auch als geschulter Kirchendiplomat erlebt. Doch er kann auch anders, ganz anders. So, wie er am Mittwoch Abend vor einigen hundert Gästen im Hof des Erzbischöflichen Palais aufgetreten ist, hat ihn wohl noch niemand in der Öffentlichkeit je gesehen. Sie waren nach zweijähriger pandemiebedingter Pause vom Erzbischof zu einem Sommerfest eingeladen gewesen.

Während einer Rede des ukrainischen Ostkirchen-Generalvikars Yurij Kolasa über das Leid in seinem Heimatland nach dem militärischen Angriff durch Russland stürmte der Kardinal auf die kleine Bühne. „Es ist empörend, dass man nicht zuhören kann“, rief der sichtlich erboste und bewegte Wiener Erzbischof die Anwesenden zur Ordnung. Dabei versagte ihm teilweise fast die Stimme. Eine Form heiligen Zorns?