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Coronavirus

6869 Neuinfektionen - Verdopplung innerhalb einer Woche

Prognoseexperten erwarten durch die Omikron-Subvariante BA.4/BA.5 einen anhaltenden Anstieg der Fälle. Auch in den Spitälern rechnen sie mit einem deutlichen Zuwachs bei den Covid-Patienten.

Österreichweit sind binnen 24 Stunden bis Mittwochvormittag 6869 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet worden. Das sind rund doppelt so viel wie vor einer Woche und 2600 mehr als am Vortag. Außerdem wurden neun weitere Todesfälle registriert. Das Prognosekonsortium veröffentlichte indes seine Vorschau für die kommende Woche. Es ging dabei erst für Sonntag innerhalb einer 68-prozentigen Schwankungsbreite von maximal 6500 Fällen aus. Dieser Wert wurde bereits jetzt übertroffen.

Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner stieg von Dienstag auf Mittwoch von 300 auf 340. Die Modellrechner von TU Wien, MedUni Wien und Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) prognostizieren ein Anhalten des seit zwei Wochen verzeichneten Anstiegs.

Verantwortlich für den Zuwachs ist die Omikron-Subvariante BA.4/BA.5. Österreichweit lag der Anteil an BA.4/BA.5-Fällen in der vergangenen Woche bei 30,9 Prozent. Es sei zu erwarten, dass die Variante innerhalb der nächsten Woche dominant wird und sich das Wachstum der neuen Infektionen noch weiter beschleunigt. Ein Anteil von 95 Prozent wird in etwas mehr als einem Monat erwartet.

Deutlicher Zuwachs bei Spitalsbelegung erwartet

Zusätzlich wurde in den vergangenen Wochen ein erhöhter Anteil an Reise-assoziierten Fällen beobachtet. "Auch ein Einfluss von kürzlich stattgefundenen Großveranstaltungen kann nicht ausgeschlossen werden", erläutert das Prognosekonsortium. Durch den Fallanstieg wird ebenfalls ein "deutlicher Zuwachs“ der Spitalspatientinnen und -patienten erwartet. In zwei Wochen könnten rund 940 Covid-Infizierte auf Normalstationen der Krankenhäuser liegen (Schwankungsbreite 719 bis 1234 Betroffene).

Zurzeit liegen 511 Covid-Patientinnen und -Patienten in Spitälern. Das sind 20 weniger als am Vortag, aber 29 mehr als vor einer Woche. 34 Betroffene werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl sank seit dem Vortag um neun und ist innerhalb einer Woche um acht Patienten zurückgegangen.

Wenigsten Neuinfektionen in Kärnten

Die Neuinfektionen teilen sich auf die Bundesländer wie folgt auf: Wien (2664), Nieder- (1364) und Oberösterreich (818) verzeichneten die meisten. Darauf folgen die Steiermark mit 662, Tirol mit 400, Salzburg mit 380 und Vorarlberg mit 253. Die wenigsten neuen Fälle meldeten das Burgenland (222) und Kärnten (106).

Innerhalb von 24 Stunden wurden österreichweit 107.155 PCR-Tests eingemeldet, die Positiv-Rate betrug 6,4 Prozent. Seit Pandemiebeginn gab es 4.305.432 bestätigte Fälle. Eine Infektion hinter sich haben 4.237.609 Personen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden galten 3666 als wieder gesund. Mit Mittwoch gab es rund 49.000 aktive Fälle.

2648 Impfungen wurden am Dienstag durchgeführt. Davon waren 120 Erststiche sowie 248 Zwei- und 2280 Drittimpfungen. Insgesamt haben nach den Daten des E-Impfpasses 6.830.169 Personen in Österreich zumindest eine Impfung erhalten. 5.660.919 Menschen und somit 63 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner verfügen über einen gültigen Impfschutz.

 

 

(APA)