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Peter Fässlacher

(K)Ein Ratgeber für schwule Männer

In Sachen Homosexuellenrechte habe sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel getan, sagt Moderator und Autor Peter Fässlacher.
In Sachen Homosexuellenrechte habe sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel getan, sagt Moderator und Autor Peter Fässlacher.Jana Madzigon
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Es gebe ein Dilemma, das jeder Homosexuelle für sich lösen müsse, sagt Moderator Peter Fässlacher. Er hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht.

Peter Fässlacher hat ein Buch geschrieben, da steht nicht die Wahrheit drin. Nicht die Wahrheit versteht sich, sondern, so sagt es Fässlacher, „es ist meine Wahrheit“. Zu Beginn eines Schreibprojektes stellt sich ja die Frage, was genau da fabriziert wird, ist es ein Ratgeber, ein Roman oder eine Autobiografie, Fragen also, die sich auch der Autor Fässlacher gestellt hat. Und er kam zu dem Schluss: Sein neues Buch „Die schwule Seele“ ist ein Ratgeber, der keiner sein will. Warum? Weil da eben keine allumfassende Wahrheit drin stehe. Auch sei das Buch kein Wegweiser, der mit konkreten Punkten und Ratschlägen ein schöneres Leben verspreche.

Vielmehr hat Fässlacher beobachtet, mit Menschen gesprochen, Fragen gestellt, nach möglichen Antworten gesucht. Sein Buch sei sowohl Selbstbeobachtung, als auch Fremdbeobachtung. „Ich habe immer wieder bemerkt“, erzählt er, „dass es gewisse Themen gibt im Leben von schwulen Männern, die sich zu wiederholen scheinen.“ Ein Gefühl von Minderwertigkeit etwa, und die stets vorhandene Angst vor einer Zurückweisung. Zwei Zustände, die sich permanent nähren, dafür sorgen, dass sich Betroffene auf vielen Ebenen sehr schwer tun. Eine weitere seiner Beobachtungen sei das Dilemma, das jeder schwule Mann für sich irgendwie auflösen müsse, nämlich die Diskrepanz zwischen dem urmenschlichen Bedürfnis, gesehen zu werden, und der Angst, sich zu zeigen.