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Umwelt

EU beschließt Pestizid-Reduktion bis 2030

Pestizide
Dein Einsatz von Pestiziden will die EU-Kommission halbieren.(c) APA/DPA/ARNE DEDERT (DPA/ARNE DEDERT)
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Weniger Pestizide auf dem Acker: Das ist eines der Ziele, das die EU mit einem Verordnungs-Entwurf erreichen will, der am Mittwoch vorgestellt worden ist.

In den kommenden Jahren soll der Einsatz von Pestiziden halbiert werden. Diese Festlegung hat am Mittwoch die EU-Kommission verkündet. Im Rahmen der „Farm to Fork“-Strategie – ein wesentlicher Bestandteil des Green deal – soll die Landwirtschaft umweltverträglicher werden. Parallel dazu hat die EU am Mittwoch auch ein Gesetz präsentiert, mit dem sichergestellt werden soll, dass in Mitleidenschaft gezogene Natur wieder in den natürlichen Zustand versetzt wird. Das konkrete Ziel: Bis 2030 sollen auf zumindest einem Fünftel der Landes- und Meeresflächen Maßnahmen zur Renaturierung begonnen worden sein.

Begründet wird dies unter anderem damit, dass sowohl Wissenschaftler als auch der EU-Rechnungshof argumentieren, dass die bisherigen Programme zu Boden- und Wasserschutz ungenügend seien und ihre Wirkung verfehlen. Das wirtschaftlich am heftigsten diskutierte Vorhaben ist jenes, bei dem es um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geht.

Zum Verständnis des Themas vorauszuschicken ist, dass es dabei unterschiedliche Kategorien gibt. Einerseits die Pestizide, die aus synthetischen Stoffen hergestellt werden und sehr häufig toxisch sind. Entscheidend sind dabei Wirkstoffe; diese sind mittlerweile so konzentriert, dass dabei nur einige Gramm pro Hektar ausgebracht werden dürfen. Und andererseits gibt es Pflanzenschutzmittel, die in der Natur vorkommen. Sie sind in der Bio-Landwirtschaft in begrenzter Menge erlaubt, während Pestizide tabu sind.

Es ist also nicht aussagekräftig, wie viele Tonnen an Pflanzenschutzmitteln ausgebracht werden. Bei den Pestiziden geht der Trend seit Jahren zu höheren Konzentrationen – weniger Sustanz kann also deutlich schädlicher für die Umwelt werden. Das österreichische Landwirtschaftsministerium hat in den Jahren, seit die EU-Forderung nach Pestizid-Reduktion auf dem Tisch liegt, mehrere Male versucht, kräftig aufs Bremspedal zu treten, um die Regelungen zu verwässern.