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Ukraine-Krieg

Der Ukraine geht allmählich die Luft aus

Russia's attack on Ukraine continues, in Donetsk region
Ukrainischer Panzerfahrer in der Region Donezk.REUTERS
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Im Donbass verlieren die Ukrainer weiter Boden, der Kessel bei Sewerodonezk/Lyssytschansk ist de facto geschlossen. Die Russen haben das Momentum übernommen und bessere Karten im jetzigen Abnützungskrieg.

Der Krieg in der Ukraine entwickelt sich in deren Osten immer klarer zu ihren Ungunsten: Die seit Wochen umkämpften Zwillingsstädte Sewerodonezk und Lyssytschansk an der Ostspitze des ukrainischen Frontvorsprungs im Donbass sind de facto eingekesselt, die letzten Verteidiger abgeschnitten. Russische Stoßspitzen haben den Rand von Lyssytschansk am Westufer des Donez erreicht und umliegende Weiler erobert – der lokale ukrainische Gouverneur meldete am Mittwoch, dass die Russen Einrichtungen der Polizei, Justiz und des Geheimdienstes beschießen und besetzen würden.

Oberst Markus Reisner von der Theresianischen Militärakademie bestätigte im ORF-Interview, dass dieser Kessel „operativ geschlossen" sei: Da ist zwar noch eine Lücke von vielleicht 15 Kilometern Breite am Westrand, doch können die Russen das gesamte Gebiet, auch jenes der Lücke, mit Artillerie- und Panzerfeuer abdecken und kontrollieren. Die Ukrainer kommen dort praktisch nicht mehr durch, ihre Reserven sind ermattet.