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In Ulrich Seidls neuem Film, „Sparta“, spielt Georg Friedrich einen Mann, der in Rumänien mit seiner pädophilen Neigung ringt.
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Was man in Seidls „Sparta“ (nicht) sehen kann

Vorwürfe zum Dreh von Ulrich Seidls neuem Film schüren heftige Debatten. Nun wurde er in Spanien gezeigt – ohne den Regisseur. Missbrauch kommt nicht vor, dafür starke, verstörende Bilder. Fragen zur Produktion bleiben offen.

Es passiert nicht oft, dass ein Text in der Festivalzeitung des Filmfests von San Sebastián in drei Sprachen zugleich erscheint. Doch Sonntagmorgen war dort an prominenter Stelle eine Erklärung zu lesen, auf Englisch, Spanisch und Baskisch. Sie stammt von Ulrich Seidl, am Tag der Weltpremiere seines neuen Films „Sparta“, der nach im „Spiegel“ erhobenen Vorwürfen zu dessen Dreharbeiten – Eltern seien über sexuelle Inhalte im Unklaren gelassen, das Wohlbefinden der Kinderdarsteller vernachlässigt worden – stetig für Schlagzeilen sorgt.

Der Regisseur teilt in besagtem Statement mit, er sei Festivalleiter José Luis Rebordinos dankbar, dass dieser trotz des medialen Drucks von Anfang an zu „Sparta“ gestanden sei. Er selbst habe sich entschieden, der Premiere fernzubleiben, um sie nicht mit seiner Anwesenheit zu „überschatten“ – und um den Film für sich selbst sprechen zu lassen.