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Energie

Wie stark Russland die Gasexporte kürzen will

Gazprom Logo on the St. Petersburg International Gas Forum 2022 (SPIGF 2022). MaksimxKonstantinov
Gazprom Logo on the St. Petersburg International Gas Forum 2022 (SPIGF 2022). MaksimxKonstantinov(c) IMAGO/Russian Look (IMAGO/Maksim Konstantinov)
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Laut dem neuen Dreijahresplan sollen die russischen Pipeline-Gasexporte um fast 40 Prozent sinken. Zu den wichtigsten Abnehmern könnten die Türkei und China werden.

Moskau. Russland will seine Gaslieferungen an den Weltmarkt in den nächsten drei Jahren weiter senken. Bloomberg vorliegende Zahlen zu den russischen Plänen unterstreichen, vor welchen Herausforderungen die europäischen Energieverbraucher stehen: Gegenüber dem Stand des vergangenen Jahres sollen die jährlichen Pipeline-Gasexporte laut Russlands Dreijahres-Haushaltsplan zwischen 2023 und 2025 um fast 40 Prozent auf 125,2 Milliarden Kubikmeter reduziert werden. Für heuer schätzt der Entwurf den Gasexport über Pipelines auf 142 Mrd. Kubikmeter. 2021 waren es noch mehr als 205 Mrd. Kubikmeter.

Angesichts der westlichen Sanktionen in Reaktion auf die Ukraine-Invasion hat die russische Gazprom die Lieferungen nach Europa – ihrem traditionell größten Markt – seit Monaten reduziert. Einigen europäischen Kunden wurde das Gas abgestellt, nachdem sie sich geweigert hatten, wie vom Kreml gefordert in Rubel zu zahlen. Die Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream wurden mit Verweis auf die Sanktionen und technische Probleme komplett gestoppt.