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Analyse

Bringt Wladimir Putin am Ende auch noch Gazprom um?

Gazprom
Gazprom(c) Reuters
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Seit Kriegsbeginn wird der weltgrößte Gaskonzern mit seinen fast 500.000 Mitarbeitern missbraucht wie nie. Noch verdient er prächtig. Aber weil er gerade seinen wichtigsten Markt verliert, könnte es mit dem Geldsegen schnell vorbei sein. Nur, was passiert dann?

Wenn Insider des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom, der knapp 500.000 Leute beschäftigt und von dem Schätzungen zufolge zusätzlich etwa eine Million Russen aus vorgelagerten Sektoren abhängen, von seinem Innenleben erzählen, mangelt es nicht an erheiternden Schnurren. Gerade auch Alexej Miller, seit 2001 Chef des Unternehmens, sorgt für unvorteilhafte Anekdoten. Etwa mit einem seiner Spitznamen: Postler wird er hinter seinem Rücken angeblich genannt. Miller sei nämlich der, der zu Wladimir Putin mit Berichten laufe, die so erstellt seien, dass sie dem Kremlchef gefallen. Und Miller sei es auch, der mit Aufträgen an den Konzern aus dem Kreml zurückkomme. Kurz: Miller mache, was Putin sage.

Ist der halbstaatliche Konzern also zu einem Werkzeug des Kremls geworden, um außenpolitisch mit dem Gashahn durchzusetzen, was anders nicht zu erreichen ist?

Drei Funktionen

Es sei dies eine der drei Funktionen, die Gazprom nach Putins Machtantritt im Jahr 2000 immer mehr bekommen habe, sagt Michail Krutichin, Partner des Moskauer Energieberaters RusEnergy, zur „Presse“.

Und die beiden anderen Funktionen?