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Übernahme

S Immo muss ATX verlassen

Die CPI hinter dem tschechischen Milliardär, Radon Vítek, schluckt den Wiener Immobilienkonzern.

Radon Vítek ist gelungen, was zuvor viele versucht haben, aber dennoch gescheitert sind. Der tschechische Milliardär und seine CPI Property Group haben sich die S Immo einverleibt. Die in Frankfurt notierte Holding hielt bereits 52,7 Prozent an der S Immo. Am 18. November endete die Nachfrist für das Übernahenangebot von 23,50 Euro je S-Immo-Aktie.

Laut einer Aussendung von CPI hält die Holding nun 88,37 Prozent an der S Immo. 6.743.731 Aktien wurden angedient. Das macht eine Summe von 154 Millionen Euro aus. Finanzieren werde das CPI mittels einer Überbrückungsfinanzierung, die im Jahr 2025 fällig wird.

Vom ATX muss die S Immo damit nun Abschied nehmen. Sie war seit Juni 2002 and der Wiener Börse und seit 2017 im ATX notiert. Das Papier bleibt aber bei der Wiener Börse gelistet. Der Entschluss für die Streichung erfolgte im Eilausschuss des ATX-Komitees bereits am 11. November. Das geht aus einer Aussendung der Wiener Börse am Dienstagabend hervor. In Hinblick auf das Übernahmeangebot der CPI an die Aktionäre der S Immo wurde damals entschieden, im Falle von weiteren Andienungen von S Immo-Aktien an CPI, die S Immo aus dem ATX zu streichen. Seit Montag liegen die entsprechenden Ergebnisse aus dem Übernahmeangebot vor. Die Regeln sehen vor, dass bei stark gesunkenem Streubesitz im Rahmen einer Übernahme auch außerhalb des üblichen Überprüfungszyklus ein Tausch der Indexmitglieder stattfinden kann. Das in der ATX-Beobachtungsliste nächstgereihte Unternehmen rückt in den Index nach.

Damit zieht das Bauunternehmen Strabag per 24. November 2022 in den Nationalindex ATX ein und ersetzt den Wiener Immobilienkonzern.

„Das Indexkomitee stellt mit dieser Maßnahme sicher, dass alle im Nationalindex vertretenen Unternehmen gut handelbar sind“, heißt es von der Wiener Börse. Die nächste planmäßige Überprüfung der Zusammensetzung findet im März 2023 statt.