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Die Bilanz

Wie man die Energiewende sicher verbockt

Pumpspeicherkraftwerke sind der Schlüssel zur Strom-Energiewende. Bei Genehmigungszeiten von mehr als zehn Jahren geht der Ausbau viel zu langsam voran.Getty Images/EyeEm
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Politische Planlosigkeit beschert uns instabile Stromnetze und Blackoutgefahr. So wird es nichts mit der Energiewende.

Aus dem Stromversorgungssektor erreichen uns in jüngster Zeit eher beunruhigende Nachrichten: In Österreich haben jüngst eine Reihe von Gemeinden Übungen für den Fall eines Blackouts, also eines großflächigen, länger andauernden Stromausfalls, abgehalten. Der Zivilschutz des Landes Niederösterreich hat eine Broschüre mit Vorsorgemaßnahmen für diesen Notfall unters Landesvolk gebracht, und eine leibhaftige Ministerin hat ein „Blackout-Kochbuch“ des Bundesheeres öffentlich präsentiert. Eines, das ursprünglich eigentlich für interne Zwecke gedacht war. Denn „ohne Mampf kein Kampf“, wie ein Stahlhelm-Poet so griffig, wenn auch nicht gerade weltliteraturtauglich, formulierte.

In Deutschland wiederum hat der Chef des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor drohenden Blackouts im Jänner und Februar gewarnt. Er wurde von der eigenen Behörde zwar sofort dahingehend korrigiert, dass er wohl nicht Blackouts, sondern „Brownouts“ gemeint habe. Also die gezielte stunden- oder tageweise Abschaltung der Stromversorgung in ganzen Regionen, um einen unkontrollierten Blackout zu verhindern.

Das beruhigt uns jetzt nur bedingt: Solche Stromabschaltungen ist man in der Dritten Welt oder im Kosovo gewohnt, aber nicht in hoch entwickelten Industriestaaten, die auf 24-Stunden-Stromversorgung angewiesen und auf diese auch eingestellt sind.

Was läuft da so schrecklich schief?