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Der Verlust ihrer großen Liebe steht hinter Franks Beschäftigung mit dem Phänomen "Liebe".
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Serie: Gefühlssache

Wie eine Neurowissenschaftlerin Liebe erklärt

Manche suchen sie ein Leben lang, manche haben sie und wissen sie nicht zu schätzen. Die Neurowissenschaftlerin Lone Frank erklärt in „Liebe“, wie Biologie, Chemie und Physik helfen können, das Phänomen Liebe besser zu verstehen.

Sie hat sie gehabt, die ganz große Liebe, ohne groß darüber nachzudenken. Und dann war sie eines Tages nicht mehr da: Als ihr Lebensgefährte stirbt, wird das Leben der Neurobiologin und Wissenschaftsjournalistin Lone Frank auf den Kopf gestellt. Der Verlust dieser Liebe, die sie über Jahre hinweg als selbstverständlich wahrgenommen hat, regt sie an, sich mit dem Gefühl im Allgemeinen auseinanderzusetzen. 

„Ich hätte das Buch nie geschrieben, wäre mir nicht selbst etwas so Tragisches passiert“, erzählt sie im Gespräch mit der „Presse“. „Ich ging durch das Leben, ohne darüber nachzudenken, wie komisch und zentral dieses Phänomen wirklich ist.“ 

Eine Buchrecherche gegen die Trauer

Ein prägender Verlust als Anstoß, ein Buch über sich selbst, die eigene Liebe und Trauer zu schreiben - das war schon bei Joan Didions „The Year of Magical Thinking“ („Das Jahr magischen Denkens“) ein Erfolgsrezept. Während die Schriftstellerin Didion ihre eigenen Gefühle und Empfindungen mit allgemeinen Beobachtungen zu Trauer, Tod und der menschlichen Natur in Verbindung setzt, begibt sich die Neurowissenschaftlerin Frank auf eine Recherche quer durch alle Wissenschaftsdisziplinen. Anstelle von Philosophie, Kunst oder Literatur konsultiert sie Psychologen, Biologinnen, Evolutionsforscher: „Liebe kann zwar nicht nur durch Chemie erklärt werden, aber wenn wir Menschen uns selbst erforschen, sollten wir schon daran denken, dass wir auch Tiere sind. Biologie und Psychologie bestimmen, wer wir sind.“ 

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