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Schwarze Flaggen an allen 21 Unis

(c) Universität Wien
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Die österreichischen Universitäten protestieren gegen den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministeriums.

Alle österreichischen Universitäten werden heute, Montag, "als Zeichen des Protests gegen den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministerium" schwarz beflaggt. Das hat die Universitätenkonferenz (Uniko) einstimmig beschlossen.

"Die Abschaffung eines eigenständigen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ist ein schwarzer Tag für Österreichs Universitäten und damit auch für die Universität Wien", betonte etwa der Rektor der größten Uni des Landes, Heinz Engl. "Diese Aktion richtet sich nicht gegen Personen, wir werden auch mit künftigen Verantwortungsträgern gut zusammenarbeiten, sondern gegen die mit diesem Vorgang verbundene Symbolik."

Haben auch Sie starke Argumente für oder gegen die Maßnahme? Dann diskutieren Sie hier mit.

Studentenprotest

Abzusehen ist schon, dass der Dienstag (Nachmittag) an mehreren Unis teils vorlesungsfrei sein wird. So etwa an der Uni Wien, der TU Wie oder der TU Graz. Prüfungen sollen aber stattfinden. Das Interesse an der Facebook-Seite "Österreich braucht ein Wissenschaftsministerium" nimmt derweil stündlich zu. Am Montag Mittag hat die Initiative schon 45.000 Likes auf Facebook.

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) hat zu einer Kundgebung bei der Angelobung der Bundesregierung aufgerufen.

Kundgebung vor dem Wissenschaftsministerium
(c) Bayrhammer

Am Montagmittag wollen sich die empörten Studierenden vor dem Wissenschaftsministerium zu einer "Trauerkundgebung" einfinden.

Am Dienstag ist dann um 16.30 eine Demonstration "gegen die neue alte Bundesregierung" mit Startpunkt Uni Wien geplant.

Grüne beantragen Beibehaltun

Die Grünen werden am Dienstag im Nationalrat die Beibehaltung des Wissenschaftsministeriums als eigenständiges Ressort beantragen und eine namentliche Abstimmung darüber verlangen. Bundessprecherin Eva Glawischnig hofft, dass auch Abgeordnete der Koalition dem Antrag zustimmen werden. Glawischnig kündigte "erbitterten Widerstand" gegen die Eingliederung des Wissenschaftsressorts ins Wirtschaftsministerium an.

(APA/Red.)