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AKH-Prozess rund um Vergabeskandal startet

Im Prozess geht es um die Vergabe eines Reinigungsauftrags um 50 Mio. Euro.
APA/ROLAND SCHLAGER
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Bei der Vergabe eines Putzauftrages gibt es Ungereimtheiten, drei Angeklagte im Alter von 45 bis 67 stehen vor Gericht.

Am Montag startet der Prozess rund um die Ungereimtheiten bei der Vergabe eines Putzauftrages im Wiener AKH. Drei Angeklagte müssen sich wegen Untreue und schweren Betruges verantworten. Einem Beschuldigten wird auch Erpressung vorgeworfen. Sie sollen dafür verantwortlich sein, dass eine Putzfirma bevorzugt wurde. Für den Prozess sind insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt und dauert bis April.

In der Causa geht es um die Vergabe eines rund 50 Millionen Euro schweren Reinigungsauftrag an den Personaldienstleister Ago Group. Nachdem dieser den Zuschlag erhalten hatten, waren 2010 Korruptionsvorwürfe laut geworden. So wurde etwa der Verdacht geäußert, dass die Ausschreibung so manipuliert worden sei, dass die bisherige Reinigungsfirma Janus ausscheiden und ein Konkurrent - eben Ago - zum Zug kommen musste, obwohl dieser nicht das günstigste Angebot gelegt habe.

Zudem soll Janus von nun den angeklagten AKH-Mitarbeitern - Beamte im Alter von 45, 58 und 67 Jahren - unter Druck gesetzt und davor gewarnt worden sein, die Vergabe zu beeinspruchen. Insgesamt sind über 30 Zeugen geladen, darunter der ehemalige AKH-Chef Reinhard Krepler.

(APA)