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Der Chef der ÖVP geht ins Geschichtsbuch ab

Der Chef der ÖVP tritt ab
Erwin Pröll(c) APA
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Mit dem Abgang von Erwin Pröll verliert Sebastian Kurz seinen mächtigsten Mentor. Reinhold Mitterlehner verschafft dieser wieder mehr Luft.

Es ist eine Zäsur für Niederösterreich, aber auch für die ÖVP: Erwin Pröll tritt ab. Warum er das gerade jetzt tut? Die wahrscheinlichste Antwort ist, dass einer wie Erwin Pröll, der seinen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert wissen will – als unantastbarer Mächtiger, der einen zuvor zurückgebliebenen Landstrich in die Moderne geführt hat - dies nicht durch eine mögliche Wahlniederlage im Frühjahr 2018 gefährden wollte.

Und Erwin Pröll wollte sich wohl auch nicht nachsagen lassen, den richtigen Zeitpunkt für eine Hofübergabe versäumt zu haben. Er war ohnehin schon spät dran. Johanna Mikl-Leitner, seine präsumtive Nachfolgerin, wird nun an ihm gemessen werden. Ein schweres Erbe. Auch Erwin Pröll selbst hat sich seinerzeit als Nachfolger des langzeitregierenden Landesfürsten Siegfried Ludwig nicht leicht getan. Bei seiner ersten Landtagswahl verlor Pröll die Absolute.