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"Spiegel": Mehr Waffen bei Bundeswehr verschwunden als bekannt

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Archivbild) muss einigen Fragen nachgehen.
Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Archivbild) muss einigen Fragen nachgehen.imago/BildFunkMV
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Seit einer Schießübung im Jahr 2015 dürften der Bundeswehr laut Medienberichten mehr Waffen abgehen, als bisher bekannt gegeben wurde.

Bei der deutschen Bundeswehr sind laut "Spiegel" in den vergangenen Jahren mehr Waffen verschwunden als bisher bekannt. Nach Schießübungen der Truppe im Jahr 2015 fehlten drei G36-Sturmgewehre, zwei G3-Gewehre und eine P8-Pistole, wie das deutsche Nachrichtenmagazin am Samstag unter Berufung auf eine interne Aufstellung des deutschen Verteidigungsministeriums berichtete.

Im Jahr darauf seien zwei G36, eine P8 und drei Signalpistolen als verschwunden gemeldet worden. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob der Diebstahl von zwei G36-Gewehren, einer P8- und einer Signal-Pistole aus einem "Fuchs"-Panzer im Februar mit dem Fall des terrorverdächtigen Oberleutnants Franco A. in Verbindung steht. Der Panzer war auf dem Truppenübungsplatz Munster aufgebrochen worden.

Komplize in betroffener Einheit

Da damals in Munster ein mutmaßlich rechtsextremer Soldat eingesetzt war, der sowohl Franco A. als auch den ebenfalls festgenommenen Soldaten Maximilian T. kannte, prüfen die Ermittler laut "Spiegel" einen Zusammenhang. Franco A. hatte über Monate Munition aus Bundeswehrbeständen entwendet.

Der Ende April festgenommene Franco A. steht im Verdacht, gemeinsam mit Komplizen einen rechtsradikal motivierten Anschlag geplant zu haben. Er hatte monatelang ein Doppelleben geführt und sich als syrischer Flüchtling ausgegeben. Mit der fiktiven Identität wollte A. offenbar nach einem Anschlag den Verdacht auf Flüchtlinge lenken

>> Der Artikel aus "Spiegel-online"

(APA/AFP)