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Schellhorn als Strolz-Nachfolger? "Nummer zu steil für mich"

Sepp Schellhorn mit Matthias Strolz im Salzburg-Wahlkampf
Sepp Schellhorn mit Matthias Strolz im Salzburg-WahlkampfAPA/BARBARA GINDL
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Salzburgs Neos-Spitzenkandidat will nicht pinker Bundesparteichef werden. Meinl-Reisinger sei Stellvertreterin, meint er nur. Doch: Strolz' Fußstapfen seien nicht generell zu groß.

„Das ist mein letztes Wort“, sagte Sepp Schellhorn am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal“ – und meint, dass er nicht Nachfolger von Matthias Strolz als Bundesparteichef der Neos werden möchte. Denn, so Schellhorn, der gerade als pinker Spitzenkandidat bei der Salzburg-Wahl ins Rennen ging und sich dort derzeit in Regierungsverhandlungen mit der ÖVP und den Grünen befindet: „Ich bin hier in Salzburg sehr beschäftigt.“

Er wolle, so führte er im ORF-Radio aus, ein seriöser und verlässlicher Partner sein und daher zieme es sich nicht, nun ruckartig nach Wien aufzubrechen. Ein Regierungsprogramm für Salzburg, in dem sich auch die Handschrift der Neos finde, sei dementsprechend „meine wichtigste Aufgabe“. 

Gesetzt den Fall, die Verhandlungen im Land würden damit enden, dass Schellhorn nicht Landesrat wird? Schellhorn dazu: „Ich habe die Aufgabe und dafür bin ich im Nationalrat (dort ist er seit 2014, Anm.) auch angetreten, dort, wo ich das Beste für die Wirtschaft, für den Tourismus herausholen kann.“ Das wolle er auch in Zukunft tun. Insofern sei hier „kein Platz für Spekulationen; ich glaube, das ist sogar um eine Nummer zu steil für mich.“   

"Da ist überhaupt kein Grund zum Fürchten"

Die Fußstapfen von Strolz seien aber nicht generell zu groß, betonte Schellhorn. Wie die „Presse“ bereits gestern berichtet hat, zählt Schellhorn zwar zu den Nachfolgekandidaten des 44-jährigen Vorarlbergers, allerdings werden derzeit die besten Chancen der Wiener Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger eingeräumt. „Matthias Strolz hat ja auch gestern gesagt – ‚das ist nicht die Liste Strolz, sondern das ist Neos‘ – und Neos ist immer angetreten, um Österreich ein Stück weit besser zu machen“, meinte Schellhorn. Und hier habe die Pinken eben immer ausgezeichnet, dass es nicht um Einzelne, sondern um das Kollektiv gehe. „Da ist überhaupt kein Grund zum Fürchten“, betonte er.

„Ich glaube, dass es sehr viel Berufenere gibt als mich“, meinte der 50-jährige Gastronom. „Hier gibt es eine klare Rangordnung.“ Ohnehin dürfe man „nie in die Fußstapfen der anderen treten, sondern man muss ein Stück weit heraus treten“.

Angesprochen auf die „klare Rangordnung“ gab sich Schellhorn dann aber wieder zugeknöpft: „Wie beim Fußball: Wenn der Kapitän verletzt ist, dann hören alle anderen nicht automatisch auf zu spielen.“ Rangordnung bedeute folglich, „dass Beate Meinl-Reisinger die Stellvertreterin ist“. Dass letztere seine Favoritin ist, bestritt Schellhorn dann umgehend. Eine solche zu haben, stehe ihm nicht zu. 

>>> Bericht im Ö1-"Morgenjournal"

(hell)